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Pilzarten

Information Pilze

Wild drauflos Pilze einzusammeln macht keinen grossen Sinn, Pilze können lebensgefährliche Substanzen enthalten.
Deshalb ist es wichtig, sich an bestimmte Regeln zu halten. Beginnen Sie mit der richtigen Ausrüstung.
Ein gutes Fachbuch ist ein Muss für jedermann. Korb, Notizblock und Messer dürfen auch nicht vergessen werden. Bevor es losgeht, sollten Sie unbedingt die Kantonalen Reglements überprüfen.

In Winterthur und in Bern ist es untersagt Pilze an bestimmten Tagen zu sammeln. Wer mehr als ein Kilogramm pro Person und Tag mitnimmt, verstösst gegen das Gesetz und kann mit bis zu CHF 1'000.00 gebüsst werden.

In den Reglementen sind folgende Aspekte geregelt:

Schonzeit:
Damit die Pilze die nötige Zeit haben richtig auszuwachsen, gilt in den meisten Kantonen während den ersten Tagen eine sogenannte Schonzeit. Das bedeutet für den Konsumenten ein absolutes Pflückverbot.

Das Nachtpflückverbot:
In den meisten Kantonen ist das Sammeln von Pilzen zwischen 20.00 Uhr abends und 08.00 Uhr morgens untersagt. Das Tageskontingent: In vielen Kantonen gilt: eine Person darf pro Tag nicht mehr als gesamthaft 2 kg Pilze aller Art sammeln.

Das organisierte Sammeln:
Eine weitere Regelung ist häufig das organisierte Sammeln von Pilzen. Diese Bestimmung verbietet das Sammeln in Gruppen von mehr als drei Erwachsenen, welche nicht der gleichen Familie angehören.

Für die ganze Schweiz gilt:
In Natur- und Pflanzenschutzgebieten dürfen keine Pilze gesammelt werden.

Tipps zum Pilzsammeln
Für das Sammeln von Pilzen eigenen sich am besten Körbe. Der Gebrauch von Plastiksäcken ist zu vermeiden. Weil die Pilze in den Plastiksäcken keine Luft bekommen, zersetzen sie sich schneller.  Speisepilze können dadurch sogar giftig werden. Alle Pilze (getrennt nach Arten) sollten vor dem Verzehr, dem Pilzkontrolleur vorgelegt werden. Pilzkontrollstellen in Ihrer Umgebung finden Sie ebenfalls auf der Homepage der Schweizerischen Vereinigung Amtlicher Pilzkontrollorgane. Normalerweise eignen sich rohe Pilze nicht zum Konsum. Beim Pflücken der Pilze empfiehlt es sich zu beachten, dass die Pilze sorgfältig aus dem Boden gedreht und nicht ganz abgeschnitten werden. Damit wird eine Verletzung der Stielbasis des Pilzes vermieden. Sammeln Sie nur Pilze welche in einwandfreiem Zustand sind. Pilze welche beschädigt, madig oder von Insekten zerfressenen sind, sollten sie einfach stehen lassen, in keinem Fall vernichten. Ebenfalls ganz junge oder ganz alte Pilze sollten ebenfalls stehen gelassen werden.
PILZARTEN

Pilze spielen im biologischen Kreislauf der Natur eine sehr wichtige Rolle. Unter anderem wird pflanzliches und tierisches Material abgebaut und in Humus umgewandelt; gleichzeitig dienen diese organischen Stoffe auch als Nährsubstrat für die Pilze.

Als wichtiger Bestandteil des Waldökosystems haben sich verschiedene Pilze - etwa jede vierte Grosspilzart - mit den Wurzeln von Bäumen, Sträuchern, vielen Orchideen und anderen Pflanzenarten zu Symbiosen (Lebensgemeinschaften) zusammengeschlossen.
Pilze die solche Symbiosen eingehen nennt man Mykorrhiza-Pilze (vom griechischen mykes = Pilz und rhiza = Wurzel). In diesen Symbiosen werden wichtige Substanzen unter Pilzen und Pflanzen ausgetauscht wodurch die Ernährung der involvierten Organismen sichergestellt wird. Ohne dieses komplexe Zusammenspiel könnte unser Wald auf die Dauer gar nicht überleben.

Mit dem Wort "Pilz" bezeichnen wir in der Mykologie normalerweise nur die für uns sichtbaren Fruchtkörper, wie zum Beispiel bei einem Apfelbaum die Äpfel. Sie dienen einzig und allein der Vermehrung. Dass beide für uns gleichzeitig einen kulinarischen Wert besitzen, ist lediglich eine willkommene Nebenerscheinung. Was für die Äpfel der Baum ist, ist für die Pilze das Fadengeflecht (Mycel) im Boden. Der Pilz durchzieht den Boden mit feinen, dünnen Fäden (Hyphen) in allen Richtungen. Diese Fäden nennt man das Mycel. Bleibt es ohne Fruchtkörper (Pilze), kann es nur sehr schwer bestimmt werden. Das Mycel ist aber nicht unbedingt an Bodenhumus gebunden. Sein Substrat (Nährboden) kann auch ein Baumstrunk, Ast, Rinde, ein Föhren- oder Fichtenzapfen oder auch nur eine einzige Tannennadel sein.

Wenn im Herbst genügend Feuchtigkeit vorhanden ist, finden wir an abgestorbenen Kräutern, Stängeln, Gräsern und Moosen wenige Millimeter grosse Pilze.

All diese Fruchtkörper - gemeinhin Pilze genannt - haben die Aufgabe, Sporen zu erzeugen, die nach dem Keimen wieder Hyphen bilden und damit zur Vermehrung beitragen. Bei den Blätterpilzen entstehen die Sporen auf den Lamellen, bei den Röhrenpilzen in den Röhren, bei den Becherlingen auf deren Innenflächen und bei den Morcheln in den wabenartigen Vertiefungen (Alveolen). Die Sporen sind nur wenige Tausendstelmillimeter gross und können einzeln nur unter dem Mikroskop bei starker Vergrösserung betrachtet werden.


DAS MUSS MAN ÜBER PILZE WISSEN
Weil Pilze massgebend zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes beitragen, sind beim Sammeln von Pilzen die kantonalen und kommunalen Pilzschutzverordnungen zu beachten.

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